Neues

aus der Kirchengemeinde


Input für zwischendrin

Wer kennt ihn nicht, den Begriff „Lock-down“. Angesichts der Schrecken einer weltweiten Pandemie ist der Begriff in aller Munde. Ganze Gesellschaften werden heruntergefahren. Was ist mit mir, mit uns. Erleben wir nicht auch so etwas wie eine Schockstarre, wenn uns persönliche Katastrophen heimsuchen. Ja, im Krieg, da gab es so etwas, wenn ganze Städte in Schutt und Asche lagen – oder wie in Sodom und Gomorrha.

Individuelle Verletzungen wie Krankheit, Verlust, Scheidung und damit verbunden die Abkehr der Kinder von einem Elternteil treffen unser Innerstes. Der Schmerz darüber ist stark, die Seele oder ein Teil davon erstarrt. Teile der Seele werden zu Stein und wiegen auch so schwer. So wie es die Erzählung über Lots Frau berichtet (1. Mose 19; 26). Auf der Flucht läßt sie ihr ganzes Leben zurück. Sie blickt zurück und das Ausmaß des Schreckens ist so groß, dass sie erstarrt, zur Salzsäule wird.

Die Erlösung aus der Erstarrung ist oftmals ein langer Prozess, der begleitet wird von Menschen, aber auch von Gott. ER begleitet uns, wenn wir uns mit dem Erlebten auseinandersetzen. Leid, welches wir vielleicht noch niemandem anvertraut haben, ER kennt es; ER hält den Schmerz mit uns aus und stärkt uns auf dem Weg der Heilung.

Gott ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ (Ps 34, 19)

Presbyter Peter Tews


Audio-Andacht : Ein störrischer Prophet und sein Psalm

Die Sommerpredigtreihe 2020 zu den Psalmen. Wenn die Seele spricht …

Glück gehabt: Direkt im Anschluss an den Sonntags-Gottesdienst, der auf dem Vorplatz des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses stattfand, gab es eine kräftige Schauer. Aber der Gottesdienst selbst fand im Trockenen statt. Diesmal ging es um den sogenannten Jona-Psalm. Prädikant Frank Steeger stellte uns einen Propheten vor, der sich zwar in massive Schwierigkeiten bringt, dann in aber in allergrößter Not doch noch die richtigen Worte findet. Hören Sie hier die Online-Andacht zum gleichen Thema.


Der Himmel beginnt im Kopf

100 Experimente mit Gott. Eine Buchempfehlung.

Heute müssen wir Abschied nehmen von unserer Hoffnung. Sie hatte ein kurzes Leben. In einer schlaflosen Nacht geboren, sah sie zunächst ärmlich aus. Wer hätte gedacht, dass aus ihr mal etwas Großes werden würde. Sie überraschte uns. Sie flößte uns Mut ein und blieb an unserer Seite. Sie malte die Welt in Farben, die wir nie erträumt hätten. Sie machte uns groß. Ihr könnt die Welt verändern, flüsterte sie, ein ums andere Mal. Ihr habt mich in der Hand. Wir wollten ihr glauben. Dann verließ sie uns. Alles, was sie hinterließ, ist ein Licht. Uns.”

Sollten wir uns von unserer Hoffnung verabschieden? Susanne Niemeyer meint: Nein! Obwohl der Textauszug aus ihrem Buch „100 Experimente mit Gott“ etwas anderes nahelegt. Doch der erste Blick täuscht. Wofür die Autorin wirbt ist eine andere Sicht der Dinge. Eine andere Perspektive auf Gott und die Welt. Und den Mut, mal um die Ecke zu denken und sich auf Neues einzulassen.

Susanne Niemeyer hält in ihrem Büchlein hundert kluge und unterhaltsame Aufgaben für hundert Tage bereit und nähert sich so bedeutsamen Fragen und großen Begriffen des Lebens: Freiheit und Verantwortung, Tod, Leben und Ewigkeit, Himmel und Erde. Es sind kleine Geschichten und Gedankenexperimente „mit ungewissem Ausgang. Man kann also nichts falsch machen“, schreibt die Autorin. Sie hat Recht. Aber man darf sich auch nicht täuschen lassen – hinter kurzweiligen Texten verbergen sich schon mal Gedankenspiele mit Tiefgang. Aber wagen Sie selbst das Lese-Experiment. Denn der Himmel beginnt im Kopf …

Unsere Buchempfehlung „100 Experimente mit Gott. Von Abenteuer bis Zuversicht“ ist im Herder-Verlag erschienen. Susanne Niemeyer war langjährige Autorin bei „Andere Zeiten“ und ist freie Autorin, Bloggerin und Kolumnistin.


Der Himmel kann warten

Spiritualität und Popmusik: Eine Radiosendung zum Nachhören

Fromme Themen in der Popmusik? Bereits seit Jahrzehnten lassen sich religiöse Bilder und Symbole im Rock und Pop wiederfinden. Hoffen und Klagen, Leben und Tod, Gott und Glauben – bei Bob Dylan, Eric Clapton und Co. immer wieder mal ein Thema. Auch heute sind Glaubensfragen in der Popularmusik aller Genres keinesfalls erledigt. Vor allem Rap- und HipHop-MusikerInnen machen sich Gedanken über Gott und die Welt. Sie drücken ihre Kritik an kirchlichen Institutionen, ihre Zweifel und die Sehnsucht, glauben zu können, auf künstlerische Art und Weise aus.

Unser Tipp zum Nachhören: Ein aktuelles WDR-Radiofeature vom letzten Sonntag unter dem Titel „Der Himmel kann warten“. Mit musikalischen Zitaten u.a. von Adel Tawil, Materia, Nick Cave, Bob Dylan und Judy Baley. Zu Wort kommen auch die Theologen Matthias Surall (Arbeitsbereich Kunst und Kultur der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover) und Gotthard Fermor (Pädagogisch –Theologisches Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland). Hier der Link zum Anhören oder Download der 30-minütigen Sendung aus der Reihe Lebenszeichen auf WDR 5. Zum Nachlesen gibt’s auch ein Manuskript des Beitrags.


Jubiläumsgottesdienst zum 25jährigem Bestehen des Ambulanten Hospizdienstes wird verschoben

Aufgrund der Corona-Eindämmungsmaßnahmen hat der Ambulante Hospizdienst eine Reihe von Veranstaltungen absagen müssen, darunter auch den Jubiläumsgottesdienst an diesem Sonntag (7. Juni) um 15 Uhr.  Der Gottesdienst und alle ausgefallenen Veranstaltungen der Ökumenischen Initiative werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Am Sonntag gibt es jedoch wieder zwei Gottesdienste zu den normalen Zeiten: Um 9:30 Uhr am Paul-Gerhardt-Haus und um 11:00 Uhr am Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Beide Gottesdienste hält Pfarrer David Bongartz.


Kirchengemeinde mitgestalten

Herzliche Einladung zur Mitarbeit in den Ausschüssen!

Foto: Pixabay / PublicDomainPictures

Zahllose Menschen gestalten das vielfältige Leben in unserer Gemeinde mit. Manches muss im Vorhinein bedacht und diskutiert werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird und ein neues Projekt beginnen kann. In unserer Kirchengemeinde gibt es daher Ausschüsse, die einzelne Arbeitsfelder und Projekte begleiten und das Presbyterium in seiner Arbeit unterstützen und beraten. Für die kommenden vier Jahre suchen wir Menschen, die sich mit ihrem Fachwissen und / oder ihrer Gemeindeerfahrung an dieser Stelle einbringen wollen. Falls Sie Interesse haben, wenden Sie sich einfach an die Einberufer*Innen der Ausschüsse. Eine Übersicht der Ausschüsse und die Kontaktdaten finden Sie hier.