Neues

aus der Kirchengemeinde


Scherben oder Mosaik – Gedanken zum Buß- und Bettag 2020

“Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!” – so heißt es in einem Gebet der Psalmen (Ps 19,13). Manche Scherben, die ich bei anderen und bei mir selbst bewirke, erkenne ich erst im Rückblick – oder manche vielleicht auch nie. Und da sind die Scherben, die ich sehr wohl kenne. Die Momente, wo ich falsch lag mit dem, was ich getan habe. Die Momente, wo wir einander nicht gerecht geworden sind. Wo wir feige waren, eigensinnig, selbstgerecht, selbstverliebt. Wir erkennen das Wertvolle manchmal erst dann, wenn es zerbricht. Treue, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft. Doch dann ist er da, der Scherbenhaufen. Weiterlesen


Input gegen den November-Blues

Agnes (65) und Kai (32) waren bis vor kurzem Arbeitskolleg*innen – bis Agnes mitten im Corona-Lockdown in Rente ging. Per Brief haben Sie jetzt im November nochmals Kontakt und schreiben sich gegenseitig, wie sie diese Zeit erleben. Und sie senden sich gegenseitig Tee… Zum Lesen hier klicken.

Ein fiktiver Dialog, geschrieben von Claudia Giernoth und Pfr. Schmidt.


Input für Zwischendurch

Foto: DreamyArt / Pixabay.com

Herbststürme – ja die Zeiten sind stürmisch, nicht nur beim Wetter. Lied 604 zeichnet ein treffendes Bild unserer Lage: Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit. Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not und Gefahr, Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg, so fährt es Jahr um Jahr. Seien es Stürme von Covid-Viren, seien es Hitzewellen, die das Land austrocknen, seien es starke Stürme, die Feuerwände vor sich her treiben.
Und ist die Not groß, dann kommt oft die Frage nach Gott. „Wache auf, Herr! Warum schläfst du?“ (Ps 44). Noch deutlicher werden die Jünger Jesu‘: „Und er (Jesus) war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?“ (Mk 4, 38).
In diesen stürmischen Zeiten sind wir gemeinsam unterwegs, auf gleichen Kurs gestellt. Gott ist gegenwärtig, denn unser Beschützer schläft und schlummert nicht. Gott spricht: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“ (Ps 50, 15)

Peter Tews, Presbyter


Input für Zwischendurch

Grafik: Pfeffer / gemeindebrief.evangelisch.de

In meinem Leben gab es schon viele Engel. Wie sieht das bei Ihnen aus? Hatten Sie schon Engel-Begegnungen? Es heißt ja, es müssen nicht immer Männer mit Flügel sein, die Engel. Engel sind wunderbare Wesen. Sie tauchen immer dann auf, wenn man sie am dringendsten braucht und wenn man vergisst, um sie zu bitten. Sie tauchen auf, wenn man sie erbittet und sie sind wie ein liebevoller Schatten über uns und unter uns, sie hüllen uns ein und umgeben uns mit Zuversicht und Liebe. Mir sind so viele Menschen zu Engeln geworden, Menschen, Weiterlesen


Input für Zwischendrin

Wieder mal ist eine Entscheidung fällig und ich schwanke. Da kommen dann die gut gemeinten Hilfen: Lass deinen Verstand, dein Herz oder dein (Bauch-)Gefühl entscheiden. Da liegst du richtig. Die Entscheidungshilfe „Verstand“ greift auf Erlerntes und auf gemachte – noch bewusste – Erfahrungen zurück, durchdenkt die Möglichkeiten und wählt aus. Ich habe aber kein gutes Gefühl dabei. Heutige „Sinnstifter“ empfehlen die Weiterlesen


Input für Zwischendrin

Foto: geralt / Pixabay

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Es ist wohl eine der bekanntesten Geschichten aus der Bibel. Sie berichtet von der Liebe Gottes und von seiner Barmherzigkeit. Ich bin entsetzt, wie diese Geschichte heute immer wieder neu geschrieben wird – nein, nicht in der Bibel, sondern in der Tageszeitung, z.B. die Hannoversche Allgemeine (Zitat): „Immer wieder haben in den vergangenen Tagen schaulustige Smartphonenutzer Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert. Dabei drohen Gaffern für das Filmen und Fotografieren hilfloser Personen Freiheitsstrafen.“ Schaulustige hat es immer gegeben, doch zunehmend wird eine Gafferproblematik daraus. Zunehmend wird die Arbeit der Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei erschwert, behindert und nicht selten werden die Helfer verbal attackiert. Warum sind diese Menschen nur so unverständig?
Jesus beschrieb eine ähnliche Situation wie folgt: „Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; denn sie verstehen es nicht.“ (Matthäus 13,3)

Herr, unser Gott, unser Leben wird getragen von deiner Liebe und Fürsorge. Wir bitten dich, sieh gnädig auf alle, die du in deinen Dienst gerufen hast. Lass das Gute in der Welt wachsen, damit das Böse keinen Platz mehr findet. Mache uns stark im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe, damit wir wachsam sind und auf dem Weg deiner Gebote bleiben. Amen.

Peter Tews, Presbyter