Kategorie: Allgemein

Life-Adventure-Spiel: Konfis retten Martin Luther

Friedrich der Weise und sein Berater Spalatin; Foto: Seb. Schmidt

Menden hat uns eingeladen und wir sind hin: 9 Konfis aus unserer Gemeinde haben gemeinsam mit Pfarrer Schmidt am 7. Juli am „Life-Adventure-Spiel“ in Menden teilgenommen. Sie bildeten die zwei Teams „Trolle und Drachen“ und „Die vier Musketiere“ und versuchten, durch Rätseln und Kombinieren die gestellten Aufgaben zu lösen, um im Auftrag von Friedrich dem Weisen von Sachsen schließlich Martin Luther vor den Häschern des Kaisers zu retten. Weitere Teams bildeten die Konfis aus Menden/Meindorf.
Das Konfi-Team aus Menden hatte das Planspiel „Die Luther-Verschwörung“ samt Kostümen vom Konfi-Camp in Wittenberg geliehen. Die Mendener Teamer*innen schauspielerten gekonnt, so dass die Konfis für die Zeit des Spieles ganz ins mittelalterliche Wittenberg eintauchen konnten. Das Planspiel fand im Freien um die Emmauskirche herum statt, so dass  aufgrund der frischen Luft, der kleinen Gruppen und des Abstandhaltens gespielt werden konnte.

Input für Zwischendurch

Foto: Peter Tews

Am seidenen Faden – was da dranhängt, ist in Gefahr. In einer Zeit, in der Vieles undurchsichtig und bedrohlich ist, stellt sich das Gefühl öfter ein: Das hängt doch am seidenen Faden, das Klima, der Ausgang der Corona-Pandemie, die Versorgung im Rentenalter oder bei Krankheit und noch mehr. So ein Gefühl von Unsicherheit kann wie ein Fluch sein, der einen Menschen ängstigt und lähmt. Im 5. Buch Mose heißt es dann auch in einem Absatz, der das Leben unter einem Fluch beschreibt: „Ständig wird euer Leben am seidenen Faden hängen. Nie fühlt ihr euch sicher, sondern Tag und Nacht habt ihr Todesangst.“ (5. Mose 28, 66 (HfA)).

Der Blick in die Welt bereitet Sorge, aber muss uns nicht verunsichern. Ich denke an die Geschichte Jesu vom verlorenen Sohn (Lukas 15). Der hatte durch ein maßloses und selbstgerechtes Leben alles verbraucht, was er hatte. Der seidene Faden war bis aufs Äußerste angespannt. Doch: Er erkannte seine Fehler und vertraute darauf, dass der Vater in wieder aufnehmen würde. Und so erzählt es Jesus dann auch. Wir leben nicht unter einem Fluch, wir leben hoffnungsvoll unsere Tage. Im Vertrauen darauf, dass wir Menschen durch Einsicht lernen, einander helfen, miteinander neue Wege suchen. Sollte ein Faden reißen, ist da eine Hand, die uns hält.

Peter Tews, Presbyter

Psalm. Wenn die Seele spricht… – Sommerpredigtreihe Teil 2

Heute (Sonntag, 5. Juli) findet der zentrale Gottesdienst um 10 Uhr vor dem/im Paul-Gerhardt-Haus (Niederpleis) statt. Bei Regen feiern wir in der Kirche mit Mundschutz, sonst draußen auf dem Kirchplatz. Vikar Simon Puschke spürt mit uns dem 42. Pslam nach. „Was betrübst du dich, meine Seele,und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ (Psalm 42,12)

Hier finden Sie das Audio zum Gottesdienst von Vikar Simon Puschke. Die Musik haben Petra Engelien und Sebastian Sell für uns eingespielt:

Wollen Sie den 42. Psalm auf andere Weise kennenlernen? Vikar Simon Puschke hat mit anderen Vikar*innen ein Video zum Psalm erstellt (Verlinkung zu Youtube):

Input für Zwischendrin

Foto: Katja Dirks

„Darum ließ er das Volk einen Umweg machen, den Weg durch die Wüste zum Schilfmeer. Und die Israeliten zogen wohlgeordnet aus Ägyptenland.“
(2. Mose 13,18)

Nach dem Auszug aus Ägypten führte Gott die Israeliten nicht über den direkten Weg. Er leitete sie um das Land der Philister herum, da dort Krieg herrschte. Dieser Umweg war damals eine weise Entscheidung, die viel Leid erspart hat.

Heute sind Umwege nicht gerne gesehen. Man ärgert sich über verlorene Zeit und fühlt sich ausgebremst. Menschen, die Umwege in ihrer Biografie aufweisen, müssen sich oft dafür rechtfertigen.

Aber warum eigentlich? Ein Umweg beinhaltet die Chance, etwas Neues zu entdecken. Wer einen Umweg nimmt, erhält manchmal erst dadurch die Chance, sein Ziel zu erreichen und kommt mit einem größeren Erfahrungsschatz an. Und gelegentlich finden wir auf einem Umweg eine neue Abzweigung und ein neues Ziel. Wir müssen uns nur trauen, weiterzugehen und den Weg anzunehmen.

Guter Gott, die Wege unseres Lebens sind oft nicht gerade. Sei bei uns, wenn wir in einer Biegung nicht mehr sehen, wie es weitergeht, sei bei uns, wenn wir uns an einer Weggabel entscheiden müssen und schenke uns das Vertrauen, dass wir am Ende unser Ziel erreichen.

Katja Dirks, Presbyterin

Stellungnahme zum Weiterbetrieb der Zentralen Flüchtlingsunterkunft an der Alten Heerstraße

Nach einer großen Kraftanstrengung vieler Menschen vor Ort ist der Corona-Ausbruch in der Zentralen Unterbringung in Sankt Augustin im Griff. Von Seiten der Kirchen konnten wir aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen nur punktuell Hilfe leisten.

In den letzten Jahren aber haben wir die Arbeit vor Ort auf vielfältige Art und Weise versucht zu unterstützen in dem Wissen, dass das System der zentralen Unterbringung nur ein absoluter Notbehelf ist.

Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate sehen wir uns nun verpflichtet, nochmals klar unsere Position zum weiteren Verfahren zu benennen. So findet sich hier eine Stellungnahme der evangelischen und katholischen Gemeinden vor Ort sowie dem Diakonischen Werk des Ev. Kirchenkreises an Sieg und Rhein.

Stellungnahme der Kirchen zum Weiterbetrieb der ZUE in Sankt Augustin

Gratulation zum Schulabschluss!

Das kleine Geschenk bei Mini-Gottesdiensten auf dem Pausenhof der KGS Sankt Martin: ein Karabinerhaken als Zeichen für Gottes guten Segen, der beim Wechsel in die neue Schule begleitet. (Foto: Seb. Schmidt)

In diesen Tagen wird trotz Corona-Einschränkungen viel gefeiert: die Viertklässler*innen haben ihren letzten Schultag in den Grundschulen. Jugendliche beenden Ihre Schulzeit mit der mittleren Reife, dem Hauptschulabschluss, dem Abitur-Zeugnis. All diesen Kindern und Jugendlichen gratulieren wir herzlich! Und wir beglückwünschen auch die Eltern, die wieder einen großen Schritt mit ihren Kindern geschafft haben.

Für all das Neue, was nun kommt, wünschen wir gutes Gelingen, freundliche Gesichter beim Start und in all dem Gottes guten Segen. Wie schön, dass wir vielen von Euch in den Schulen gratulieren auf kreative Weise konnten – auch in diesen Tagen :-).

Input für Zwischendrin

Katja Dirks

„Behandle einen Sklaven nicht schlecht, der treu arbeitet, und auch einen Tagelöhner nicht, der sein Bestes gibt.“ (Jesus Sirach 7, 20)

Die Worte aus Jesus Sirach sollten uns heute veraltet vorkommen. Sklaven halten wir keine und Tagelöhner sind bei uns die Ausnahme. Oder? Wir lesen bestürzt von einem Fleischzerlegebetrieb, bei dem über 1000 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden und dass die Arbeiter in der Fleischindustrie in menschenunwürdigen Unterkünften hausen müssen. In kleinen, völlig überfüllten Wohnungen oder Baracken, ohne die Möglichkeit, Abstands- oder Hygieneregeln einhalten zu können. Diese Menschen, denen wir die Verarbeitung unserer Nahrung in die Hände legen, werden ausgebeutet und ihre Gesundheit scheint erst dann eine Rolle zu spielen, wenn Schulen und Kindergärten in ihrem Umfeld wieder geschlossen werden müssen.

„Behandle einen Sklaven nicht schlecht“ – wir nennen ArbeiterInnen in prekären Verhältnissen nicht Sklaven, wir nennen sie ZerlegerIn, ErntehelferIn, PflegerIn oder Haushaltshilfe. Ohne diese Menschen würde vieles in diesem Land nicht funktionieren. Wir sollten sie ausgesprochen gut behandeln.

Guter Gott, bitte halte Deine Hand schützend über Menschen, die ausgebeutet werden und gebe uns allen die Einsicht, dass Profitgier nicht über Menschenwürde stehen darf. Amen.

Katja Dirks, Presbyterin