Neues

aus der Kirchengemeinde

Inputs für Zwischendrin

Mitten am Tag einfach kurz Innehalten und einen Gedanken teilen. Hier finden Sie kurze geistliche Inputs für Zwischendrin aus unserer Kirchengemeinde

Teilen auch Sie einen guten Gedanken oder einen Bibelvers zusammen mit einem Gebet über diese Webpage. Senden Sie Ihren “Input für Zwischendurch” gerne an Pfr. Sebastian Schmidt (sebastian.schmidt[at]ekir.de).

 

Foto: Gerhard Gellinger / Pixabay

Input vom 01.04.2020 / Sebastian Schmidt, Pfarrer

„Ist da draußen jemand?“ – so schallt es auf Englisch aus der kleinen Bluethooth-Box auf dem Tisch. Es ist wieder Musik-Quiz. Die Kids wissen Bescheid: „Das ist der Boss“. Genau, dass ist Bruce Springsteen mit seiner Rocknummer „Radio Nowhere“ (Youtube: Springsteen + Radio Nowhere). Ich brauch den Rhythmus, die Gitarren, die Durms – so singt Springsteen.
Musik hilft. Wie bei einer langen Autofahrt. Man muss da durch. Das Ziel ist noch weit weg. Also: Musik an. Einfach mitsingen und feiern. Dann kommt die Gelassenheit und der Groove wieder.

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ (Psalm 98,1)

Guter Gott, Du steckst in meinem Leben. Wenn Musik um mich ist, werde ich lebendig. Und die Freude und der Mut, der dann in mir groß wird – da drin bist Du. Du belebst mich durch neue Lieder, andere Songs, Rockkracher und melancholische Melodien. Sei Du wie ein Bluetooth-Kopfhörer voller Melodie und Rhythmus für all die, die gerade mit all Ihrer Kraft und Gesundheit für andere da sind. Sei Du wie ein innerer Jubel und erfülle all die, die traurig und bedrückt sind. Amen.

 

 

Foto: K. Dirks

Input vom 29.03.2020 / Katja Dirks, Presbyterin 

Einfach mal losfliegen, schauen wo es den meisten Nektar gibt und mit reicher Beute weitersummen. Kein Schlangestehen, kein Ärger über Hamsterkäufer. Biene müsste man sein.

Obwohl – so einfach ist es ja dann doch nicht. Wir sehen das Schöne in den Blumen, wir erfreuen uns an ihren Farben und ihrem Duft. Eine Biene kann sich nicht bewusst darüber freuen, sie folgt einfach ihrem Instinkt. Die Freude an den kleinen Dingen, an Blumen, summenden Insekten, Vogelgezwitscher, Musik – diese Freude ist uns Menschen vorbehalten.

Guter Gott, gib denen, die jetzt einsam sind, die Fähigkeit ihre kleinen, persönlichen Alltagsfreuden zu entdecken und sich daran aufzurichten. Schenke denen, die Angst um sich und andere haben Vertrauen und Zuversicht und gib denen, die sich für das Wohlergehen anderer einsetzen, die Kraft, diese anstrengende Zeit durchzustehen. So, wie du die Bienen mit Nektar versorgst, versorge auch uns mit dem, was wir brauchen. Amen.

 

 

Foto: Pixabay

Input vom 26.03.2020 / Sebastian Schmidt, Pfarrer

“Blackbird” – Eine kleine Song-Perle ist dieses kurze Lied vom Weißen Album der Beatles. Es besingt den kleinen schwarzen Vogel, der wieder fliegen lernt. Der verletzte Flügel schmerzt nicht mehr so. Er fliegt nicht mehr ganz so schnell wie zuvor, aber er schafft es. Stimme und Gitarre sind zu hören; die Aufnahme könnte aus einem Quarantäne-Wohnzimmer stammen. Und am Ende fliegen und tanzen die Töne wirklich. (Beatles: Blackbird; Hörbar über YouTube.com). Denke ich an jenen kleinen schwarzen Vogel, denke ich auch an einen Bibelvers, der mir lieb ist:

Jesaja schreibt über Gott: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.“ (Jes 42,3).

Guter Gott, wie im Käfig müssen in diesen Tagen viel von uns leben. Da fällt es der Seele nicht leicht, der strahlenden Sonne befreit entgegen zu flattern. Und da sind viele Menschen, die mit all ihrer Kraft helfen, kranken Menschen beizustehen und schwache Menschen zu stützen. Gib Ihnen Recht, guter Gott, gib Ihrer Mühe und Ihrer Liebe Recht! Hilf Du, dass Zusammenhalt und Vertrauen uns dahin bringen, dass wir unsere Freiheit wiederfinden und genießen wie die Vögel im Frühling. Amen.

 

 

 

Foto: Pixabay

Input vom 23.03.2020 / Britta Bongartz, Pfarrerin

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. (Psalm 139)

Wenn du, Gott, selbst dort bist – um wie viel mehr bist du auch jetzt hier: In den Wohnungen der Menschen, die nicht nach draußen dürfen. Bei den Menschen in Pflegeheimen und Krankenhäusern, die so gern Besuch bekämen. Bei den Pflegekräften und Ärzten, die unter großer Anspannung stehen und all ihre Kraft investieren. Du bist da. Denn Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir und über allen. Danke! Amen!